Die Entdeckung des leeren Raumes, oder: das unsprachliche Gespräch der Behandlung

Lernziele:
- Verbinden von Masunagas Vorstellungen und der indivduellen Begegnung
  mit dem Klienten
- Klärung von Projektionen um frei in der klaren Begegnung mit dem
  Klienten zu sein
- Lernen, unser Wissen und unsere Techniken der jeweiligen Behandlungssituation
  anzupassen

Es gibt viele Möglichkeiten eine Behandlung zu gestalten. Die Frage, der
ich nachgehen möchte: Auf welche Weise erschliesst sich mir bei jeder
Klientin neu eine für sie günstige Herangehensweise?

Der Weg führt über Masunagas Vorstellung, dass Diagnose und Behandlung immer eins sind.
Es geht darum, das Lebensecho der Klientin wahrzunehmen und darauf
einzugehen. Hier schliesst sich der Kreis von Theorie und Praxis. 

Wenn wir es verstehen, dem Gegenüber und damit auch uns, Raum zu geben, wird sein Lebensausdruck für uns sichtbar und spürbar. Dieses Sichtbare und Spürbare gelassen anzunehmen, führt uns zu einem direkten Umgang, in ein unmittelbares Gespräch.

Wir beschäftigen uns mit der Erstellung des leeren Raumes und werden erstaunt sein, wie viele Vorstellungen und Ansprüche, etwas Bestimmtes tun zu müssen unsere Herangehensweise beeinflussen.

Diese Auseinandersetzung führt zu einer Klärung von Projektionen, um frei für eine individuelle Begegnung zu werden.
Wir passen gelernte Techniken an die jeweilige Situation an. Wie kann ich
beispielsweise bei einem kurzen, wenig beweglichen Hals eine Nackenwelle
ausführen? Wie dem Menschen die Bewegung, die er dort hat, wenn auch
klein, spiegeln, ihm seine Möglichkeiten zeigen und den Spielraum dadurch
erweitern? Vorhandenes Potential wahrzunehmen, anzusprechen und zu
locken ist für mich ein heilsamer Weg. Wie stelle ich mich auf eine gehaltene
Anspannung ein? Traue ich mich, wenn diese sich im Moment löst, eine
Tiefe sich öffnet, unmittelbar in diese Tiefe zu gehen, etc.?
Anhand von Bereichen wie dem Hals-Nacken-Gefüge und dem Schulterbereich
erforschen wir die Mittel einer individuellen Zwiesprache.

Die Teilnahme an diesem SP zählt als Ausbildungsstunden.

Das Seminar ist auch als Fortbildung für diplomierte Shiatsutherapeutinnen geeignet.

Christiane Rösner,
ESI-Lehrerin aus München, Jg. 51, Shiatsu-Ausbildung von 1981-84 am Ohashi - Institut N.Y.C.
1989 Gründungsmitglied des ESI.
Wichtige Impulse von Akinobu Kishi, Pauline Sasaki und Cliff Andrews.
Ausbildung in Spiraldynamik

Leitung Christiane Rösner
Zeitraum 19.-20.5.2012
Kurszeiten 10 - 18 Uhr
Stunden 12
Teilnahmegebühr 360
Kursnummer SP26-12
Kursort ESI-Kursraum Zürich
Voraussetzungen ab Stufe 6