Gesundheit in Eigenverantwortung und das therapeutische Handeln

Lernziele:
- vorstellen einiger Konzepte, wie Salutogenese, Pathogenese, Modell von
  Ayurveda und andere
- betrachten der biografischen Identität und persönliche Geschichte eines
  Menschen in der Therapie
- betrachten und erforschen der Frage nach Eigenverantwortung und
  gelingenden Selbstorganisation

Während die Universitätsmedizin sich immer spezifischer einzelnen Krankheiten
zuwendet, gibt es parallel dazu eine dringende Forderung nach Aufhebung der Trennung zwischen Körper und Seele, ja den Wunsch, den Menschen als Ganzes zu verstehen und zu heilen.

Was bedeutet der Begriff „ganzheitliche Medizin“ - ist sie überhaupt möglich? Was ist der Mensch in Krankheit, Heilung und Gesundheit aus der Pespektive der verschiedenen Schulen mit ihren jeweiligen Krankheits- und Gesundheitsbegriffen?

Aus den beschriebenen Konzepten ihnen leiten sich die Gestaltung des Verhältnisses zwischen Therapeutin und Klientin und das therapeutische Handeln ab, ebenso Prinzipien der Gesundheitsförderung und Prävention.
Unsere Physiologie ähnelt in vielem der des Urmenschen, wir sind genetisch die Kinder unserer Eltern, wir leben in der Zeit und Zeit lebt in uns. Unser Körper kann von außen gesehen und objektiv messbar gemacht, ggf. repariert werden, dann ist Medizin eine Kompensation menschlicher Unvollkommenheit. In unserer „Leiblichkeit“ jedoch wird etwas von innen heraus erfahrbar, im Leib wird Identität empfunden, die im Kranksein sich verändern oder verloren gehen kann. Es bleibt aber die biografische Identitätdeshalb ist die persönliche Geschichte eines Menschen in der Therapie so
bedeutsam. Wie weit reichten und reichen psychosoziale Handlungsspielräume?
Wie gestaltet sich das Verhältnis von ICH und WIR, auch: von Einzelperson und Gesundheitswesen?

Wir werden uns der Frage nach der Eigenverantwortlichkeit zuwenden,
Faktoren einer gelingenden Selbstorganisation benennen und nach der
Gesundheitsvereinbarung eines Jeden mit sich selbst Ausschau halten.

Die Teilnahme an diesem SP zählt als Ausbildungsstunden.

Dieses Seminar ist ausgelegt auf die geplante eidgenössische Prüfung zur
Komplementärtherapeutin und ist für Fachpersonen aus der Pflege und
Betreuung ebenfalls geeignet.

Heike Zimmermann, geboren 1967 in Berlin (DDR).

Studium der Medizin und Naturheilkundliche Weiterbildung,
Ausbildung in Kinesiologie und Gesundheitstrainerin.
Selbständige Tätigkeit als Ärztin und Kinesiologin, Lehrtätigkeit
zu Schwerpunkten Menschenbild, Ethik und Gesundheitsverständnis
 

Leitung Heike Zimmermann
Zeitraum Sa-So 10-11.3.12
Kurszeiten 10 - 18 Uhr
Stunden 12
Teilnahmegebühr 360
Kursnummer SP03-12
Kursort ESI-Kursraum Zürich